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Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

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Der Vielfraß Unerschrockener Marder des Nordens Der Fischotter Flinker Marder mit Schwimmhäuten Das Kalenderblatt 5.3.1979 DDR - Geheimdienstchef Markus Wolf wird enttarnt Von Hartmut E. Lange Der Vielfraß - Unerschrockener Marder des Nordens Autorin: Brigitte Kramer / Regie: Eva Demmelhuber Vielfraße sind scheue Einzelgänger, die bestens an die Wildnis rund um den Polarkreis angepasst sind. Sie sind die größten der marderartigen Raubtiere und leben im Norden der USA, in Kanada, Skandinavien und Russland. Wir Menschen bekommen sie kaum zu Gesicht, obwohl sie weit umherziehen. Wegen ihres großen Energieverbrauchs fressen Vielfraße tatsächlich extrem viel, kleine Nagetiere aber auch Rentiere oder Karibus. Besonders im Winter sind sie ausgezeichnete Jäger, die aber auch Aas nicht verschmähen. Was von der Beute übrig bleibt, vergraben sie im Schnee oder unter der Erde. Deshalb gelten sie bei uns als gefräßig, wie ihr Name zeigt, und als aggressiv, wie viele nordische Legenden belegen. Ihren schlechten Ruf haben sie aber nicht verdient, denn Vielfraße greifen Menschen nicht an. Sie wurden dagegen jahrhundertelang gejagt, wegen ihres dichten, flauschigen Fells und weil sie Nutztiere reißen. Deshalb stehen sie heute unter Schutz. Der Fischotter - Flinker Marder mit Schwimmhäuten Autor und Regie: Frank Halbach Lange Zeit hatte er einen üblen Ruf: der Fischotter. Man sagte ihm nach, er würde Lämmer töten oder gar Jagdhunde unter Wasser ziehen, um sie zu ersäufen. Dass noch dazu sein kostbarer Pelz gerne zu Mützen und Mänteln verarbeitet wurde, brachte den Fischotter an den Rand der Ausrottung. Heute steht er in den meisten Ländern unter Schutz. Gegen die Trockenlegung und Verbauung von Gewässern, Abholzung der Ufervegetation und Umweltverschmutzung hilft das dem Fischotter freilich wenig. Seit den 1980er Jahren galt er in Bayern als ausgestorben. Aber: Er ist wieder da! Aus dem Exil, den letzten Rückzugsorten in Böhmen und Österreich kehrt der flinke Fischer zurück und versucht vorsichtig wieder Pfote zu fassen. Langfristig kann dem scharfsinnigen, verspielten und neugierigen Gesellen nur mehr ökologisches Bewusstsein helfen. Vielleicht ist sein entscheidender Trumpf dabei sein Aussehen: mit seinem putzigen Gesicht, den Knopfohren und dem samtweichen Fell erscheint er so manchem wie ein lebendig gewordenes Kuscheltier. Aber Vorsicht! Denn normalerweise legt der Fischotter nicht den geringsten Wert auf Gesellschaft - wenn es sich nicht gerade um eine fesche Otterdame handelt. Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Bernhard Kastner

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Welche Kulturnation wollen wir in Zukunft sein? Wie Künstler, Kulturverantwortliche und Politiker die kulturelle Zukunft nach Ende der Corona-Einschränkungen sehen Von Dorothea Hußlein Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Die Kultur liegt durch derzeit röchelnd am Boden, denn sie ist durch die Corona-Maßnahmen überproportional betroffen. Festivals, Konzerte, Opern- und Theaterpremieren, Museen, Kinos und alle denkbaren Kulturveranstaltungen - alles derzeit passé. Zwar haben sich einige neue digitale Formate entwickelt, aber Künstler brauchen Publikum und Veranstalter Planungssicherheit. Deutschland ist eine Kulturnation und der Schutz der Kultur ist in der Bayerischen Verfassung ausdrücklich festgelegt. Doch wie soll es weitergehen, was für einen Kulturanspruch haben wir für die Zukunft und wie wollen Politiker ihr Versprechen, die Kultur zu schützen, erfüllen? Dies beleuchtet Dorothea Hußlein in ihrem Feature am 5. März 2021

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Autobiografie als Befreiungsschlag Der Kulturwissenschaftler Helmut Lethen schreibt über sein Leben Von Judith Fehrenbacher und Renate Obermaier Regie: Matthias Kapohl Produktion: Deutschlandfunk 2021 Zuletzt hatte vor allem seine Ehe mit der Identitären Caroline Sommerfeld im Scheinwerferlicht gestanden. Darüber wäre das Wirken und Schreiben des Kulturwissenschaftlers Helmut Lethen fast in Vergessenheit geraten. Mit seiner Autobiografie: "Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug" hat er jetzt dagegen angeschrieben. Seine "Verhaltenslehren der Kälte" machten Helmut Lethen in den 90er-Jahren bekannt. Für den "Schatten des Fotografen" erhielt er 2014 den Leipziger Buchpreis. Nun veröffentlichte der Literatur- und Kulturwissenschaftler seine Autobiografie. Das Feature erzählt von Helmut Lethens Zeit in der Studentenbewegung, später in der KPD/AO, von seinem Interesse für linke und rechte Denker. Viele bescheinigen ihm eine erstaunliche pädagogische Aura. Enge Freunde, frühere Genossinnen und Genossen, seine Frau und der letzte Doktorand kommen zu Wort und beleuchten ein Leben von intellektueller Offenheit, zwischen Kältezonen und Wärmepolen, zwischen Höhenflug und Erdenschwere. Autobiografie als Befreiungsschlag

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